Florian und Jenny´s Privatzoo
 
   

 

Lebensweise

Wie alle Amphibien müssen sich auch die Pfeilgiftfrösche feuchthalten, um überleben
zu können. Sie kommen in allen tropischen Regionen Südamerikas vor,
von Costa Rica bis in den Süden Brasiliens. Einige Arten leben in den Regenwäldern
von Costa Rica, die Tag und Nacht vor Feuchtigkeit dampfen. Sie brauchen deshalb
keine Bachläufe oder Tümpel zum Überleben. Die Frösche verbringen ihr Leben mit
der Suche nach Insekten wie zum Beispiel Ameisen und Spinnen zwischen regen-
triefenden Pflanzen und feuchtem Laub. Die lebhaften Fröschchen bewegen sich in
kurzen Sprüngen und verharren nur selten bewegungslos. Haftscheiben an ihren
Zehen geben ihnen ausgezeichneten Halt.

Die tropischen Wälder sind längst noch nicht ganz erforscht, deshalb werden auch
heute immer wieder neue Pfeilgiftfrosch - Arten entdeckt. Es ist sehr ungewiss,
ob es der Wissenschaft gelingt, ihre Lebensweise vor der entgültigen Zerstörung
ihres Lebensraums durch Abholzung noch vollständig zu erforschen


Equador


Brasilien

Verteidigungstechnik
Ein winziger Frosch ist für Fressfeinde wie Schlangen oder Vögel eine leichte Beute
viele Arten haben deshalb ausgeklügelte Verteidigungsmechanismen entwickelt,
darunter schwache Gifte, die von der Haut abgesondert werden und den Tieren einen
üblen Geschmack geben. Die Pfeilgiftfrösche haben diese Taktik effektiv weiter-
entwickelt, denn die Sekrete ihrer Hautdrüsen wirken absolut tödlich.
Das verschlucken eines Pfeilgiftfrosches bedeutet für das Raubtier den sicheren Tod,
schon das Lecken an ihm kann verhängnisvoll sein.

Die Froschgifte zählen zu den stärksten bekannten Tiergiften. Den Rekord an
Giftwirkung hält die Art Phyllobates terribilis. Schon zwei Mikrogramm ihres
Giftes kann einen erwachsenen Menschen töten - und jeder dieser winzigen
Frösche kann bis zu 200 Mikrogramm des Toxins enthalten. Hochgiftig zu sein
genügt jedoch nicht; einem Frosch von der Größe eines mundgerechten Bissens
muss man es auch ansehen, dass er tödlich sein kann, sonst entdeckt es der
Angreifer zu spät. Daher haben alle Pfeilgiftfrösche eine leuchtende Färbung -
ein anerkanntes Warnsignal in der Tierwelt. Man nimmt an, dass die Frösche nur
einen natürlichen Feind haben, nämlich die Schlange Leimadophis epinephelus,
von der man annimmt, dass sie immun gegen deren Gift ist.

 
 Phyllobates vittatus

 
Phyllobates terribilis
Frosch und Mensch

Die Choco-Indianer im Westen Kolumbiens haben eine Technik entwickelt, mit
dem Gift der Frösche Pfeilspitzen und Blasrohrpfeile zu vergiften.Drei Arten werden
dabei immer wieder verwendet. Hierzu zählen Phyllobates terribilis, Ph. bicolor und
Ph. aurotaenia. Den Giftigsten Frosch spießen die Choco - Indianer einfach am Boden
auf und ziehen die Pfeilspitzen über seine Haut. Mit den weniger giftigen Arten
verfährt man erheblich unsanfter. Sie werden über dem Feuer am Spieß gedreht,
bis sie große Mengen des Giftes verlieren. Heutzutage werden diese Giftpfeile nur
noch zur Jagd kleiner Tiere benutzt; in früheren Zeiten sind sie jedoch vermutlich
auch in kriegerischen Auseinandersetzungen mit benachbarten Stämmen verwendet worden.

Auca Indianer